3deluxe: „50 Prozent an die Natur zurück“ (Bild: 3deluxe)
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„50 Prozent an die Natur zurück“

Geht es um visionäre Projekte, gilt das Büro 3deluxe weltweit als Top-Adresse. Creative Director Dieter Brell über Nachhaltigkeit und Greenwashing, sinnvolle Stadtplanung, adaptive Re-Use, Holz und Lehm – und das Prinzip, stets 50 Prozent an die Natur zurück zu geben.

Nie eine Idee verwerfen, ehe alle Möglichkeiten zur Umsetzung ausgelotet wurden: Mit diesem Credo hat sich das Wiesbadener Büro 3deluxe den Ruf DER Top-Adresse für visionäre, nachhaltige Architektur erarbeitet. Vor rund 20 Jahren mit cool-zeitgeistigem Design für die Jugend- und Musikszene gestartet, entwirft das Studio heute Projekte, die wie pralle Pakete zukunftsorientierter Lösungen wirken. Nicht immer leicht zu finanzieren, aber durchdacht und umsetzbar. Wie etwa das Konzept eines schwimmenden Campus für eine New Yorker Umweltorganisation, das vorschlägt, bei jedem Bauvorhaben 50 Prozent an die Natur zurückzugeben.

Architektur, die inspiriert und bereichert

Von Holz- und Lehmbau, sinnvoller Nutzung bestehender Gebäude und Dachbegrünung bis zu zukunftsfitter Stadtplanung und neuen Wohn-Modellen: Das interdisziplinäre Team will „etwas schaffen, das die Welt bereichert und inspiriert“. Mit „Öko-Guru“-Status habe dies allerdings nichts zu tun, betont 3deluxe Gründungsmitglied und Creative Director Dieter Brell. Und hat uns im Gespräch geschildert, welche Ideen und Konzepte er und seine Kollegen für zukunftstauglich halten – und wo Architektur und Bauindustrie an ihre Grenzen stoßen.

Design für die Umweltorganisation „WeThePlanet“: Ein schwimmender Campus vor New York. (Bild: 3deluxe)
3deluxe Design für die Umweltorganisation „WeThePlanet“: Ein schwimmender Campus vor New York.

3deluxe ist für visionäre, aber auch für nachhaltige und besonders lösungsorientierte Entwürfe bekannt. Was ist für Sie ausschlaggebend, wenn es um die Entscheidung geht, ein Projekt zu machen – oder eben nicht?

Dieter Brell: Es sollte interessant sein und zu unserer Expertise passen. Wir sind ein designorientiertes Architekturbüro mit großer Leidenschaft für Innovation und seit einigen Jahren auch mit einem verstärkten Blick auf das Thema Nachhaltigkeit. Wenn es hier eine große Deckungsgleichheit mit Projektanfragen gibt, ist es ideal. Aber wir betreiben das Architekturgeschäft lange genug um zu wissen, dass unsere Wünsche und die Anforderungen von Projekten und Auftraggebern nicht immer kongruent sind. Wir sind letztendlich Dienstleister.

Was ist mit „interessant“ konkret gemeint?

Wir haben uns immer dafür interessiert, wie die Zukunft aussieht, wie die Gesellschaft sich entwickelt und was wir als Architekten und Designer Konstruktives dazu beitragen können. Wenn wir mit einem Projekt die Möglichkeit haben, Lösungen anzubieten, die neu, spannend und innovativ sind, und unsere gebaute Lebenswelt ein Stück lebenswerter und zukunftsfähiger machen, ist es für uns ein gelungenes Projekt.

Um welche Aspekte geht es Ihnen da?

Das ändert sich natürlich mit der Zeit. Was vor 20 Jahren modern und relevant war, ist es heute nicht mehr. Das Wichtigste für uns ist, etwas zu machen, das die Welt ein bisschen inspiriert und positiv bereichert. Dazu gehören sehr viele sehr unterschiedliche Aspekte.

Frühe Werke: Der Aufstieg des Büros begann mit coolem Zeitgeist-Design für Jugend- und Musik-Szene. (Bild: 3deluxe)
Frühe Werke: Der Aufstieg des Büros begann mit coolem Zeitgeist-Design für Jugend- und …

Frühe Werke: Der Aufstieg des Büros begann mit coolem Zeitgeist-Design für Jugend- und Musik-Szene. Zum Beispiel mit dem Cocoon Club des Techno-Star-DJs Sven Väth. (Bild: 3deluxe)
… Musik-Szene. Zum Beispiel mit dem Cocoon Club (Bild oben) des Techno-Star-DJs Sven Väth.

Entwürfe wie jener des „schwimmenden Campus“, den 3deluxe für die New Yorker Umweltorganisation „WeThePlanet“ konzipiert hat, bieten deutlich mehr als „ein bisschen“ Inspiration. Wie kommt es, dass sich eine international engagierte Organisation wie diese wiederholt an Ihr Wiesbadener Büro wendet?

„WeThePlanet“ veranstaltet eigentlich Kongresse und Summits im UN-Gebäude, was während der Pandemie aber nicht mehr möglich war. So kamen sie auf die Idee, sich vielleicht ein eigenes Gebäude zu bauen. Und plötzlich stand eine der Gründerinnen bei uns im Büro und sagte, „Hi, ich bin Laura aus New York und hab‘ gehört, dass ihr gut seid“.  

Der Gedanke ist, was für interessante Gebäudestrukturen entstehen könnten, wenn man gezwungen wäre, bei jedem Vorhaben einen Teil des Volumens der Natur zur Verfügung zu stellen.

Dieter Brell, 3deluxe Gründungspartner und Creative Director

Der erste Entwurf, den Sie dann für sie gemacht haben, war eben diese schwimmende Plattform, die allerdings nach wie vor auf Realisierung wartet. Lässt sich inzwischen sagen, wann sie gebaut werden kann – und ob überhaupt?

Diese Projektstudie haben wir im Wissen gemacht, dass es sehr schwierig zu realisieren sein wird. Der Auftraggeber hatte uns aufgefordert, erst einmal frei darüber nachzudenken, welche Eigenschaften eine Architektur haben müsste, die die Werte seiner Organisation vermittelt. Eine schwimmende Plattform vor Manhattan ist natürlich auch ein großes Politikum. Dort suchen längst viele nach Möglichkeiten, den teuren Baugrund an den Fluss-Seiten zu vergrößern.

Das Thema schwimmende Architektur wird immer relevanter, weil viele Städte mit dem Ansteigen der Meeresspiegel umgehen müssen. Auch der mobile Aspekt von Architektur hat uns hier gereizt.

Inwiefern?

In Metropolen wie New York zu bauen wird immer schwieriger. Ein großer Aufwand mit gewaltigen Kosten! Allein schon die Arbeiter in die Stadt zu bringen, die auch irgendwo wohnen müssen, den Verkehr zu sperren…  und all die weiteren logistischen Fragen, die es zu lösen gilt!

Deshalb finden wir die Idee, Gebäude an Orten zu bauen, wo Platz ist und die Erstellungskosten geringer sind, und dann auf dem Seeweg an den gewünschten Standort zu bringen, durchaus zukunftsträchtig. 

Visionäres Projekt auf dem Wasser: Zur Hälfte für menschliche Nutzung und zur anderen Hälfte für Natur gedacht. (Bild: 3deluxe)
Visionäres Projekt auf dem Wasser: Zur Hälfte für menschliche Nutzung und zur anderen Hälfte für die Natur gedacht.

Das Konzept beinhaltet obendrein den Vorschlag, bei Neubauten stets 50 Prozent an die Natur zurück zu geben…

Ja, das ist eine der vielen Facetten der Studie. In unserem Entwurf sind 50 Prozent des Volumens für ein schwimmendes Naturbiotop und die anderen 50 zur Nutzung für die Menschen gedacht.

Die Idee dahinter ist, die Möglichkeiten von Integration von Natur in Architektur in Bauvorhaben stärker auszuloten – jenseits von üblicher Balkon- oder Terrassenbegrünung. Mit dem Hintergedanken, was für interessante Gebäudestrukturen entstehen könnten, wenn man gezwungen wäre, bei jedem Vorhaben einen Teil des Volumens der Natur zur Verfügung zu stellen. 

Für das zweite „WeThePlanet“ Projekt, nämlich den neuen Hauptsitz in New York, hat 3deluxe Studien über die Vorteile von Dachbegrünung gemacht. Mit welchem Ergebnis?

Mit einem deutlich konkreteren, leichter realisierbaren. Dachbegrünung ist im Zuge der Klimaerwärmung ja überall ein Thema. Viele Städte haben begonnen, Flachdächer weiß zu streichen, damit sich die Gebäude im Sommer nicht so erhitzen und wieder runtergekühlt werden müssen. Intensive Dachbegrünung würde auf den vielen Flachdächern in New York deutlich mehr bringen, weil die Pflanzen zusätzlich wie Partikelfilter wirken, die Luftqualität erhöhen und den gesamten urbanen Klimakosmos verbessern.

Alles, was man nicht abreissen und neu produzieren muss, ist erst einmal gut fürs Klima.

Dieter Brell, 3deluxe Gründungspartner und Creative Director

Auf ein bestehendes New Yorker Flachdach gesetzt: Entwurf  für den Hauptsitz der Umweltorganisation „WeThePlanet“. (Bild: 3deluxe)
Auf ein bestehendes New Yorker Flachdach gesetzt: Der Entwurf …

Auf ein bestehendes New Yorker Flachdach gesetzt: Entwurf  für den Hauptsitz der Umweltorganisation „WeThePlanet“. (Bild: 3deluxe)
… für den Hauptsitz der Umweltorganisation „WeThePlanet“.

Das von Ihnen entworfene Hauptbüro der Umweltorganisation setzt neue, begrünte Etagen und ein bepflanztes Dach auf ein altes Gebäude…

Statt auf der grünen Wiese zu bauen und weiteren Boden zu versiegeln, kann man so die Stadt effizienter verdichten. Es gibt dort sehr viele robust gebaute Warehouse Gebäude mit vielleicht fünf, sechs Stockwerken und einem Flachdach, die zusätzliche Aufbauten vertragen.

Sie haben auch ein Projekt in Wiesbaden, das eine denkmalgeschützte Werkshalle in ein modernes, nachhaltiges Smart-Office Gebäude verwandelt. Wie stehen Sie allgemein zur Umnutzung alten Bestands?

Wir haben das Thema adaptive Re-Use für uns entdeckt, weil viele, um die 1980er Jahre errichtete Büro-Gebäude zurzeit leer stehen, während nebenan neu gebaut wird. Sie entsprechen einfach nicht mehr dem Standard, in dem Firmen ihre Mitarbeiter unterbringen wollen, sind aber erst 40 Jahre alt und längst nicht abbruchreif. Gestaltet man sie smart und zeitgemäß um, werden sie oft sogar interessanter und attraktiver als ein Neubau. Darin steckt sicherlich ein großes Potenzial für die Zukunft.

In Wiesbaden haben wir uns für ein Box-in-the-Box Konzept entschieden, mit einem Zwischenraum zwischen alter und neuer Fassade. Dort kann man begrünen, halb im Freien Besprechungssituationen und zum Beispiel eine Cafeteria platzieren. 

Wiederbelebung mittels „Box-in-the-Box“ System: Eine denkmalgeschützte Werkshalle in Wiesbaden wird zum attraktiven Arbeitsort. (Bild: 3deluxe)
Wiederbelebung mittels „Box-in-the-Box“ System: Eine denkmalgeschützte Werkshalle in Wiesbaden wird zum attraktiven Arbeitsort.

Wie nachhaltig sind solche Umnutzungen? Und können sie Kosten einsparen, die für einen Neubau nötig wären?

Sie sind oft nicht unbedingt günstiger. Sanierung, die alte Bauten etwa in Sachen Dämmung und Klimatechnik auf aktuellen Stand bringt, kostet mitunter so viel, dass man auch gleich neu bauen könnte. Aber alles, was man nicht abreißen und neu produzieren muss, ist erst einmal gut fürs Klima, weil sich so CO2 einsparen lässt. Jede Stütze, jeder Träger ist in der Regel aus Beton oder Stahl. Also aus Baustoffen, die problematisch sind, weil in der Herstellung energieintensiv. 

Beim aktuellen 3deluxe Projekt Kalba Beach in Dubai setzen Sie auf Lehm und Holz. Also auf Materialien, die im Namen der Nachhaltigkeit ein großes Comeback feiern. Ist wirklich alles, was damit gebaut wird, absolut nachhaltig?

Mit solchen Äußerungen sind wir sehr vorsichtig. Wir meinen, dass alles gut ist, was weniger CO2 produziert als zuvor. 100 Prozent Nachhaltigkeit zu fordern, maßen wir uns nicht an. Das wäre auch sehr schwierig, weil mit so vielen Abstrichen verbunden, dass andere wichtige Aspekte zu kurz kämen. Schließlich geht es nicht nur um Verzicht, sondern auch darum, dass sich unsere Kultur weiterentwickelt. Auch mit Dingen, die Freude machen. Auch Ästhetik und Schönheit sind für uns nach wie vor sehr wichtig. Alles „auf Null“ zu strippen ist, denke ich, nicht die Lösung, die funktionieren wird.

Ich denke, man würde sich in die eigene Tasche lügen, wenn man behauptet, ein Gebäude mit null CO2-Emission zu errichten. 

Dieter Brell, 3deluxe Gründungspartner und Creative Director

Völlig ohne CO2 Ausstoß zu bauen ist gar nicht möglich?

Ich denke, man würde sich in die eigene Tasche lügen, wenn man behauptet, ein Gebäude mit null CO2-Emission zu errichten. Ich wüsste gar nicht, wie. Schon jeder Arbeiter, der zur Baustelle fahren muss, verursacht dabei Treibhausgase. 

Schön und nachhaltig: Das aus Stampflehm und Holz konzipierte Projekt Kalba Beach. (Bild: 3deluxe)
Schön und nachhaltig: Das aus Stampflehm und …

Schön und nachhaltig: Das aus Stampflehm und Holz konzipierte Projekt Kalba Beach. (Bild: 3deluxe)
… Holz konzipierte 3deluxe Projekt Kalba Beach.

Was kann Lehmbau diesbezüglich leisten?

Der Stampflehm, mit dem wir bei Kalba Beach arbeiten, wird ähnlich geschalt wie Beton. Aber er braucht eben keinen oder deutlich weniger Zement, weil er verdichtet wird. Er hält durch Druck. Trotzdem muss gewährleistet sein, dass die Gebäude nicht irgendwann zerbröseln. Deshalb werden wir wahrscheinlich doch einen gewissen Zementanteil beifügen müssen. Die australische Rammed Earth Consultingfirma, die das Projekt mit ihren Erfahrungen berät, wird den Zementanteil definieren müssen.

Aber es werden deutlich kleinere Mengen als jene sein, die man sonst für solche Bauten brauchen würde. Und das ist für uns schon ein großer Schritt in eine gute Richtung.

Heute wird so vieles als nachhaltig beworben, dass häufig der Verdacht des Greenwashings naheliegt. Ist Nachhaltigkeit auch in der Bau- und Immobilienbranche zum Verkaufsargument geworden?

Natürlich! Zu guter Letzt muss jeder Investor seine Gebäude ja auch vermarkten. Und das klappt derzeit besser, wenn er mit Zertifizierungen und hohen Umweltstandards argumentieren kann. Da ist sicher auch viel Greenwashing dabei. Den wahren CO2-Fussabdruck eines Gebäudes mit allen Konsequenzen, inklusive Lieferketten und Rückbau, zu ermitteln, ist sehr komplex und für den Endverbraucher schwer zu durchschauen. 

Wichtig ist, dass der Einsatz von energieintensiven Materialien wie Beton und Stahl mehr und mehr reduziert wird.

Dieter Brell, 3deluxe Gründungspartner und Creative Director

Begrüntes Holz-Hybrid-Hochhaus fürs Wiesbadener Dyckerhoff-Gelände: Der von 3deluxe designte „H2O-Tower“. (Bild: 3deluxe)
Begrüntes Holz-Hybrid-Hochhaus fürs Wiesbadener Dyckerhoff-Gelände: Der von 3deluxe designte „H2 Office Tower“.

3deluxe hat fürs ehemalige Dyckerhoff Gelände in Wiesbaden ein Holz-Hochhaus entworfen. Pritzker-Preisträger Shigeru Ban meint aber, dieses Material sei für Wolkenkratzer schlicht nicht geeignet…

Weil ich kein Ingenieur bin, maße ich mir nicht an, zu sagen, wo da die Grenze ist. Aber obwohl es vor einigen Jahren noch hieß, man könne mit Holz nicht sehr hoch bauen, wurden in Europa mittlerweile Holzhochhäuser mit bis zu 18 Stockwerken errichtet. Entwicklung neuer Holztechnologien und Überarbeitung von Vorschriften auch in Sachen Brandschutz werden in Zukunft sicher noch einiges möglich machen. 

Allerdings: Gebäude wie jenes, das wir selbst jetzt geplant haben, sind in der Regel Holz-Hybrid-Konstruktionen mit einem Beton-Kern. Auch das Fundament ist selbstverständlich aus Beton. Es geht aber auch hier meines Erachtens nicht um „entweder, oder“. Wichtig ist, dass in den nächsten Jahrzehnten der Einsatz von energieintensiven Materialien wie Beton und Stahl mehr und mehr reduziert wird.

Spricht die Forschung zusehends für Holz?

Holz wird als konstruktiver Baustoff immer weiter entwickelt und wird in Zukunft sicher noch mehr Einsatzmöglichkeiten bekommen. Es spricht sehr vieles für Holz, nicht nur weil es ein nachwachsender Rohstoff ist, sondern weil der Einsatz auch Bauzeiten verkürzt. Hauptproblem ist für viele Bauherren die Ansehnlichkeit der Oberflächen über die Jahre hinweg. Eine Fassadensanierung nach nur wenigen Jahren ist für viele Eigentümer verständlicherweise problematisch. Aber auch hier wird geforscht, um die Witterungsbeständigkeit des Baustoffes zu erhöhen.

Ich glaube aber nicht, dass es realistisch ist, Beton und Stahl komplett durch Holz zu ersetzen. Von daher ist es wichtig, dass auch Stahl und Beton zunehmend CO2-reduzierter hergestellt werden.

Urbanes Grün im Fokus: Dachgärten und Freiflächen dienen sowohl der Lebensqualität als auch Klima und Natur. Im Bild: Der „H2O-Tower“ in Wiesbaden. (Bild: 3deluxe)
Urbanes Grün im 3deluxe Fokus: Dachgärten und Freiflächen dienen sowohl der …

Urbanes Grün im Fokus: Dachgärten und Freiflächen dienen sowohl der Lebensqualität als auch Klima und Natur. Im Bild: Der „H2O-Tower“ in Wiesbaden. (Bild: 3deluxe)
… Lebensqualität als auch Klima und Natur. Im Bild: Der „H2O-Tower“ in Wiesbaden.

Sie beschäftigen sich sehr mit dem Thema Stadtplanung. Können Hochhäuser im dichten, urbanen Raum wirklich Lebensqualität bieten?

Ich finde Hochhäuser eigentlich sehr spannend. Und die Tatsache, dass wir nicht noch mehr Natur verbauen sollten um Wohnraum zu schaffen spricht dafür. Bei der Gestaltung kommt es dann auf die Architekten an, die statt abweisender Glasfassaden solche konzipieren, die Grün integrieren und mit der Umgebung kommunizieren. Dass Innenhöfe und angenehme Außenbereiche geschaffen werden, gemeinschaftliche Plätze, Gastronomie und mehr. Es gibt vieles, was ein Hochhaus menschenfreundlich machen und für Lebensqualität sorgen kann.

Wie ein Bauernhof auf dem Land kann es natürlich nie sein. Aber ich glaube, wir haben keine Alternative. In extrem dicht bevölkerten asiatischen Großstädten geht es längst nicht mehr anders, als in die Höhe zu bauen, wenn nicht mehr Fläche versiegelt werden soll. Es wird auch hier nicht anders sein.

Oft heißt es, Urban Gardening führe nur dazu, dass Partygänger abends in die Beete kotzen. Aber man sollte nicht immer vom Schlechtesten ausgehen.

Dieter Brell, 3deluxe Gründungspartner und Creative Director

Von trist (oben) zu heiß begehrt: Der von 3deluxe umgestaltete Platz in Kaunas, Litauen, wurde umgehend zum beliebten Treffpunkt. (Bild: 3deluxe)
Von trist (oben) zu heiß begehrt: Der von 3deluxe umgestaltete …

Von trist (oben) zu heiß begehrt: Der von 3deluxe umgestaltete Platz in Kaunas, Litauen, wurde umgehend zum beliebten Treffpunkt. (Bild: 3deluxe)
… Platz in Kaunas, Litauen, wurde umgehend zum beliebten Treffpunkt.

Die legendäre Tier- und Umweltschützerin Jane Goodall verweist auf Studien, die belegen, dass mehr Grün in Städten zur Senkung der Kriminalitätsrate beiträgt. Wie sehen Sie das?

Ich kann mir vorstellen, dass es solche Effekte gibt. Wir werden auch oft gefragt, wie man das Problem der verödenden Innenstädte lösen könnte, und haben Vorschläge dieser Art gemacht. Dann heißt es oft im Gegenzug, Urban Gardening führe nur dazu, dass abends Partygänger in die Hochbeete kotzen oder dort Kippen ausgedämpft werden. 

Nur: Das ist ja genau der Punkt. Vielleicht hat man nämlich auch größeren Respekt vor der eigenen Stadt, wenn da viel Grün ist und man weiß, da pflanzen Nachbarn eventuell ihr Gemüse an. Natürlich ist nicht alles vor Vandalismus gefeit. Aber man sollte nicht immer vom Schlechtesten ausgehen. Und das, was Sie da ansprechen, zählt im Moment zu den spannendsten Themen.

Welche gibt es da noch?

Im Prinzip geht es ja darum, wie wir unsere Städte in Zukunft sehen. Das ist der Ort, in dem wir leben und der uns auch in irgendeiner Form beeinflusst und prägt. Es ist ähnlich wie mit dem Elternhaus, das eine Grundatmosphäre herstellt und das die Voraussetzung schafft, dass der Nachwuchs sich in diese oder jene Richtung entwickelt. Genauso sehe ich die Städte. Sind sie inspirierende, positive Orte, an denen Menschen sich wohlfühlen, glaube ich, dass dies das Konfliktpotenzial senkt.

Ein 3deluxe Projekt in Litauen, bei dem Sie besonderen Wert auf den öffentlichen Raum gelegt haben, wurde vor zwei Jahren eröffnet. Hat sich das Konzept bewährt?

Es macht sogar große Freude, zu sehen, wie der Platz angenommen wird! Kaunas war früher die Hauptstadt von Litauen, hat aber – weil durch Vilnius als solche abgelöst – von den EU-Geldern nicht profitiert. Vieles erinnert noch an die Sowjetzeiten, mit nicht sanierten Fassaden und viel Grau.

Wir haben bemerkt, wie wichtig die Gestaltung des öffentlichen Raums ist, und uns also nicht nur auf die beauftragten Gebäude, sondern vor allem auch auf den Platz selbst konzentriert. 

Die Verantwortung fürs Gemeinwohl, für das soziale Miteinander, fürs jeweilige Stadtquartier, für die gesamte Stadtentwicklung, die Natur und das Klima müssen bei jedem einzelnen Bauvorhaben vermehrt berücksichtigt werden.

Dieter Brell, 3deluxe Gründungspartner und Creative Director

Bauen für ein gutes Morgen: Entwurf für ein Mehr-Generationen-Wohnprojekt in Deutschland. (Bild: 3deluxe)
Bauen für ein gutes Morgen: 3deluxe Entwurf für ein Mehr-Generationen-Wohnprojekt in Deutschland.

Wie sieht diese Veränderung in Kaunas aus?

Die zuvor auf dem verwahrlosten Areal geparkten Autos wurden verbannt und eine Art künstlicher Bachlauf angelegt. Wir haben auch die Umgebung und die angrenzenden Straßen so gestaltet, dass es Spaß macht, dort mit Skates, Rollern, Skateboards und Rädern herumzufahren. So schön, wie schnell die Menschen dort die Veränderung angenommen haben! Ein Riesenunterschied zu vorher! Auch das mediale Echo bezog sich viel mehr auf den Platz als auf die von uns geplanten Gebäude rundherum.

Welchen Schluss ziehen Sie daraus?

Jedes Bauprojekt sollte stärker als früher die Auswirkung auf die Umgebung und Nachbarschaft in Betracht ziehen. Man sollte Gebäude nicht mehr nur als Solitäre sehen, die allein für die zukünftigen Nutzer erstellt werden.

Die Verantwortung fürs Gemeinwohl, für das soziale Miteinander, fürs jeweilige Stadtquartier, für die gesamte Stadtentwicklung, die Natur und das Klima müssen bei jedem einzelnen Bauvorhaben vermehrt berücksichtigt werden. Und der mögliche öffentliche Raum als gemeinschaftlicher städtischer Ort sollte immer ein Teil jeder Architekturbetrachtung sein.

Haben Sie weitere Projekte in Litauen in Arbeit?

Ja. Und es freut uns, dass dort jetzt mehr gemacht wird, weil vor allem die jungen Menschen dort recht fortschrittlich und offen sind.

Besser leben in dicht verbauten Stadtzentren: Renderings der  Dachgärten, die das Büro 3deluxe für den „WeThePlanet“ Hauptsitz in Manhattan geplant hat. (Bild: 3deluxe)
Besser leben in dicht verbauten Stadtzentren: Renderings der Dachgärten…

Besser leben in dicht verbauten Stadtzentren: Renderings der  Dachgärten, die das Büro 3deluxe für den „WeThePlanet“ Hauptsitz in Manhattan geplant hat. (Bild: 3deluxe)
… die das Büro 3deluxe für den „WeThePlanet“ Hauptsitz in Manhattan geplant hat.

Soweit ich weiß, ist da auch ein besonders nachhaltiges Vorhaben dabei…?

Zum Beispiel ein Projekt für einen Privatier, der mit Holz- und Textilindustrie reich wurde und heute für Unternehmen wie H&M, Zara und IKEA produziert. Der unkonventionelle, begeisterte Skateboarder hat das Areal jener Villa gekauft, die man einst für Breschnew errichtet und allzeit für dessen Besuch bereitgehalten hatte. Der kam zwar nie, aber das monströse 1980er Sowjet-Ästhetik Gebäude in bester Lage am Stadtrand von Vilnius blieb lange unter Denkmalschutz. Der wurde nach dem Angriff auf die Ukraine aufgehoben. Es durfte abgerissen werden und wir können auf dem Anwesen neu bauen.

Und wie sieht der Plan aus?

Der Auftraggeber ist sehr auf CO2-Reduktion und Nachhaltigkeit bedacht. Aus der Luft betrachtet wird deutlich, wie grün das wird: Fünf schlichte Holzgebäude mit begrünten Giebeldächern, die ein bisschen im japanischen, aber doch auch traditionellen Stil gebaut werden. Das wird sehr interessant.

Luftbild des betont schlichten, nachhaltigen Projekts auf dem Areal der einstigen Breschnew Villa in Vilnius. (Bild: 3deluxe)
Luftbild des betont schlichten, nachhaltigen Projekts auf dem Areal der einstigen Breschnew Villa in Vilnius.

Was würden Sie sofort bauen wollen, wenn Sie einen Investor hätten, für den Geld keine Rolle spielt?

Die Floating Architecture, die wir für „WeThePlanet“ vor Manhattan entworfen haben.

Dieses Projekt könnte aber auch andernorts gut passen, oder?

Ja, genau. Das ist ja das Spannende daran. Miami, Dubai, Singapur, … Schwimmende Architektur könnte überall schwimmen.

Apropos Dubai: Sie haben dort ein Büro und machen viel in den Emiraten. Wie kam es dazu?

Ehrlich gesagt: Über den österreichischen Künstler André Heller. Er hatte dort ein Projekt initiiert, uns mit ins Boot geholt, sich selbst aber dann zurückgezogen. Das war Noor Island im kleinen Emirat Sharjah. Ein sehr komplexes Konzept mit Architekturen, Biotop, Garten und einem Goldenen Pavillon. Heller hat die wunderbare Kunst im Park kuratiert, später haben wir über das vielschichtige Projekt ein schönes Buch gemacht.

Seitdem haben wir den direkten Kontakt zu diesem Emirat, dass von den beiden sehr kunstsinnigen und progressiven Töchtern des Emirs recht ambitioniert entwickelt wird. Die Briefings für Projekte dort sind oft fortschrittlicher als jene hier in Deutschland.

Eines der Highlights des Projekts Noor Island: Der Butterfly Pavilion. (Bild: 3deluxe)
Eines der Highlights von Noor Island: Der Butterfly Pavilion.

Eines der Highlights des Projekts Noor Island: Der Butterfly Pavilion. (Bild: Torsten Seidel / 3deluxe)
Die Fertigstellung ebnete den Weg für weitere Projekte im Emirat.

Sie haben selbst vier Töchter und müssten’s also wissen: Was wünschen sich junge Menschen von der Zukunft, der Welt, der Architektur und – im Speziellen – von Architekturbüros wie 3deluxe?

Das kann ich gar nicht so genau sagen. Natürlich fühlen die jungen Leute sich in Zeiten von Klimawandel und politischen Verwerfungen unsicher. Sie haben ein ganz anderes Zukunftsbild als wir es hatten.

Aber ich glaube schon, dass manche Studenten oder auch meine Kinder es prinzipiell gut finden, dass wir bei 3deluxe uns bemühen, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Für viele sicher nicht radikal genug, immer noch zu viele Kompromisse machend.

Es ist extrem wichtig für die junge Generation, zu sehen, dass wenigstens versucht wird, etwas zu verbessern.

Dieter Brell, 3deluxe Gründungspartner und Creative Director

Zukunftsängste, Klimawandel und das Gefühl, von der Politik alleingelassen zu werden: Kann Architektur denn überhaupt dazu beitragen, die Ängste der jungen Generation zu lindern?

Ich denke schon. Wir versuchen ja auch, diese Themen bei jedem Gespräch mit potenziellen Auftraggebern einzubringen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Aber ich glaube, je mehr sich das in allen Projekten auf der Welt – vom neuen Nike-Sneaker bis zum Gebäude – bemerkbar macht, desto mehr bringt es. Es ist extrem wichtig für die junge Generation, zu sehen, dass wenigstens versucht wird, etwas zu verbessern.

Idealismus darf man sich im Baugeschäft nicht erwarten. Es gibt aber mittlerweile viele Developer, da verbindet sich die wirkliche Überzeugung, etwas besser machen zu wollen, mit einem guten Geschäftsmodell.  

Dieter Brell, 3deluxe Gründungspartner und Creative Director

Steigende Meeresspiegel machen schwimmende Architektur immer interessanter. Der Plan für den „WeThePlanet“ Campus harrt noch der Umsetzung – könnte jedoch gut auch anderswo als vor Manhattan realisiert werden. (Bild: 3deluxe)
Steigende Meeresspiegel machen schwimmende Architektur immer interessanter. Der Plan für den „WeThePlanet“ Campus harrt noch der Umsetzung – könnte jedoch gut auch anderswo als vor Manhattan realisiert werden.

Ist es leichter geworden, Bauherren und Investoren davon zu überzeugen, den Wünschen der jungen Generation in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz nachzukommen?

Es kommt in jüngster Zeit viel in Bewegung. Der öffentliche Druck, strengere Vorgaben und bessere Vermarktbarkeit von nachhaltigen Immobilien helfen hier sicherlich. Die steigenden Baukosten und Zinsen sind da natürlich gerade gegenläufig. Bauherren geht es in der Regel um Rendite und um langfristige Wertbeständigkeit. Idealismus darf man in dem Geschäft nicht erwarten. Es gibt aber mittlerweile viele Developer, da verbindet sich die wirkliche Überzeugung, etwas besser machen zu wollen mit einem guten Geschäftsmodell. 

3deluxe selbst beschäftigt sich auch mit neuen Wohnmodellen und ist mit einem entsprechenden Entwurf Finalist im Wettbewerb um ein Vorhaben in Wiesbaden. Was steht dabei im Fokus? 

Wir haben da ein schönes Mehr-Generationen-Wohnprojekt in Holz-Hybrid Bauweise entworfen und warten derzeit auf die Entscheidung. Das wäre ein Projekt, in das viel Herzblut fließt, weil es nicht extravagant und teuer ist, sondern viele der aktuell wichtigen Aspekte in sich trägt: Von der ökologischen Bauweise bis zum sozialen Nutzen für die Bewohner. Und wir haben dafür genau überlegt, wie man günstigen Wohnraum generiert und trotzdem eine ansprechende Ästhetik schafft. 

Das Thema Einfamilienhaus ist mittlerweile eigentlich schwer darstellbar, weil es viel Bauvolumen für relativ wenige Nutzer schafft.

Dieter Brell, 3deluxe Gründungspartner und Creative Director

Gemeinschaftliches Wohnen mit Top-Lebensqualität: Konzept für eine neue Anlage in Wiesbaden. (Bild: 3deluxe)
Gemeinschaftliches Wohnen mit Top-Lebensqualität: 3deluxe Konzept für eine neue Anlage in Wiesbaden.

Die meisten Menschen träumen vom Wohnen im Grünen. Viele von einem eigenen Haus mit Garten. Wie lässt sich das mit dem Modell der Mehr-Generationen-Anlage vereinbaren?

Das Thema Einfamilienhaus ist ja mittlerweile eigentlich schwer darstellbar, weil es viel Bauvolumen für relativ wenige Nutzer schafft. Also muss man Mehrfamilienhäuser abseits klassischer Doppelhaushälften-Spießigkeit interessant machen. So, dass neue Konzepte entstehen, die neuen Wohnformen und Lebenskonzepten gerecht werden: Senioren sind nicht mehr einsam und junge Familien haben jemanden, der auch mal bei der Kinderbetreuung hilft. Nur, um mal einen Aspekt von vielen zu nennen.

Außerdem kann man mit diesem gemeinschaftlichen Wohnen, bei dem bestimmte Räume und Grünflächen gemeinsam genützt werden, sowohl die Wohnungsgrößen, als auch die Bau- und Mietkosten im Rahmen halten.

Noch einmal kurz zurück zum Bauen auf dem Wasser: 3deluxe designt ja auch Yachten und Kreuzfahrt-Schiffe. Letztere gelten allerdings als besonders umweltschädlich. Wie passt das zu Ihrem Credo?

Die Kreuzfahrtindustrie befindet sich zurzeit in einer rasanten Transformation, um die gesteckten Ziele der CO2-freien Seefahrt bis 2045 zu erfüllen. Hier gibt es sehr viele Parallelen zur Bauindustrie an Land. Aber die Branche ist viel kleiner und deswegen flexibler und schneller.

Für uns ist das eine perfekte Lernumgebung, wie auf sehr pragmatische und smarte Weise Nachhaltigkeit in sehr komplexen maritimen Bauvorhaben vorangetrieben wird. Wir sind für einen großen Reeder in Miami für das Design von mehreren neuen Schiffsklassen zuständig, die verglichen mit ihren Vorgängern immerhin 40 Prozent weniger CO2 emittieren. 

Die modulare, extrem effiziente Bauweise von Schiffen hat viel Vorbildpotential für zukünftiges, nachhaltiges Bauen an Land.

Dieter Brell, 3deluxe Gründungspartner und Creative Director

Vom kultigen Interieur-Design zu lebenswerter, nachhaltiger Stadtgestaltung: Das deutsche Architekten-Team hat sich Weltruf als Top-Adresse für zukunftsorientierte Projekte erarbeitet. (Bild: 3deluxe)
Vom kultigen Interieur-Design zu lebenswerter, nachhaltiger Stadtgestaltung: Das deutsche Architekten-Team hat sich einen Weltruf als Top-Adresse …

… für zukunftsorientierte Projekte erarbeitet. Im Bild oben: Das in Karlsruhe errichtete Null-Energie-Gebäude FC-Campus mit Smart-Glass Fassade.

Welchen Nutzen bringt das in Zeiten des Klimawandels und der überfüllten Städte?

Jede Reduzierung in Sachen  CO2-Ausstoß hilft. Die nächste Generation der Schiffe wird wieder um einiges weniger CO2 emittieren und genauso muss es auch in der Bauindustrie passieren, die einen deutlich größeren Anteil am globalen Ausstoß hat. Wir sind, wie gesagt keine Nachhaltigkeits-Gurus, sondern engagieren uns gerne dort, wo Dinge mit viel Innovationskraft und positiven Spirit zum Besseren entwickelt werden. Und die Arbeit daran ist wirklich faszinierend, weil die großen Kreuzfahrtschiffe wie Vorstufen von Städten auf dem Wasser sind. Insofern passt das also auch zu vielen der Ideen aus unserer Architekturabteilung.

Verraten Sie uns Näheres?

In Finnland wird derzeit das größte Kreuzfahrtschiff der Welt gebaut, das wir über mehrere Jahre mit entwickelt haben und das 2024 fertiggestellt wird. Ein 360 Meter langes Schiff – eigentlich eher ein horizontales, schwimmendes Hochhaus mit einer stadtgleichen Infrastruktur von eigener Müllentsorgung bis zu Brennstoffzellen, die mit Wasserstoff Strom erzeugen, und vielen weiteren neuen, interessanten Aspekten.

Auch die modulare, extrem effiziente Bauweise von Schiffen hat viel Vorbildpotential für zukünftiges, nachhaltiges Bauen an Land. Also ein super spannendes und inspirierendes Feld mit vielen Querverbindungen und Synergien zur Architekturwelt. Aber, bitte um Geduld: Neues dazu entsteht gerade – und wird demnächst berichtet!

Interview: Elisabeth Schneyder
Bilder: 3deluxe

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